Offener Austausch zu neuen Pflanzenzüchtungstechnologien beim ersten NFP 84 Dialogue Day

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© Martin Christen
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Rund 60 Teilnehmende, die sich für neue Pflanzenzüchtungstechnologien (NBT) interessieren, trafen sich in Bern zum ersten Dialogue Day. In entspannter Atmosphäre sprachen sie über die unterschiedlichen Sichtweisen zu dem Thema.

Am 26. Juni 2026 brachte der erste Dialogue Day Forschung, Politik, NGOs, Unternehmen und Behörden sowie viele weitere Interessengruppen zusammen. Jede Gruppe kam mit einem anderen Ansatz und einer anderen Sichtweise auf neue Pflanzenzüchtungstechnologien (NBT). Anstatt aneinander vorbeizureden, wurden die Teilnehmenden dazu ermutigt, den Standpunkten der anderen zuzuhören. Die ruhige und offene Atmosphäre ermöglichte es, diese Standpunkte zu äussern, ohne dass sich die Fronten verhärteten.

Einer der Höhepunkte des Tages war der Besuch zweier Nationalräte aus gegensätzlichen politischen Lagern: Marionna Schlatter und Martin Haab. Dies verlieh dem Dialog mit der Politik echtes Gewicht. Die anschliessende Podiumsdiskussion unter der Moderation von Mirko Bischofberger untersuchte, inwieweit sich NBTs von herkömmlichen GVO unterscheiden, beleuchtete die wirtschaftlichen Realitäten des Sektors und befasste sich mit gesellschaftlichen Umfragen, sowoe der kürzlich in Europa erlassenen Vorschriften. Es kamen auch bekannte und ungelöste Themen zur Sprache, wie Koexistenz, Vielfalt, Wahlfreiheit und Patente.

Von Tomaten, Gesetzen und mehr

Im Mittelpunkt des Dialogs mit der Forschung stand das NFP 84 selber. Professor Sebastian Soyk von der Universität Lausanne begeisterte das Publikum mit seiner Sichtweise, wie die NBTs die Vielfalt fördern könnten. Professorin Véronique Boillet, ebenfalls von der Universität Lausanne, und Professor Rui Mata von der Universität Basel gaben erste Einblicke in ihre Arbeit zu Rechtsfragen und der Wahrnehmung in den Medien.

Am Nachmittag wurden in parallelen Workshops dann drei zentrale Themen behandelt: In welcher Beziehung stehen NBTs zur Natur? Was sollte ein gerechtes Patentsystem für NBTs berücksichtigen? Und wie kann die Wahlfreiheit im Konsum gewährleistet werden, einschliesslich der Möglichkeit, sich für Alternativen zu NBTs zu entscheiden? Die Teilnehmer wurden ermutigt, sich an einer offenen Diskussion zu beteiligen und aktiv zuzuhören.

Eine zweite Ausgabe ist für 2027 geplant.